Nr. 71           Heimatgruß           Dezember 2007


625 JAHRE SPITAL LANGENZENN

AUFLÖSUNG DES HEIMKEHRERVERBANDES VDH LANGENZENN

DER „ALTE MÜHLWEG“ UND DIE „APOLLONIENKAPELLE“

VON LANGENZENNER BETRIEBEN
Brand in der ehemaligen Ziegelei „Lotter & Stiegler“
Dr. med. Ernst Glenk geht in den wohlverdienten Ruhestand
125 Jahre Draht Krippner Langenzenn

EREIGNISSE IM JAHRESRÜCKBLICK 2007
Historischer Brauereiadler kehrte zurück
Ihren 70sten Geburtstag feierten 2007
Ergänzung zum letzten Heimatgruß Nr. 70
Interessantes im Jahr 2008

BILDER VOM NÄCHTLICHEN MARTIN-LUTHER-PLATZ

MUNDART:
Wu issn eignli aan sei Derhamm?

LIEBE LANGENZENNERIN, LIEBER LANGENZENNER

Wir gedenken unserer Toten


625 JAHRE SPITAL LANGENZENN
1382 BIS 2007

Von Kurt Sellner

 


Das Spital von der Sanktustorstraße aus

Für viele Langenzenner Bürger, Förderer, Senioren, Sponsoren, Kranke, Bedienstete und Freunde unfassbar, musste nach 625 Jahren, am 30. Oktober 2007, das Langenzenner Krankenhaus seinen Betrieb aus Wirtschaftlichkeitsgründen einstellen.
Das Langenzenner Spital wurde 1382 gestiftet und 1384 von Friedrich V., Burggraf von Nürnberg, urkundlich bestätigt, dem man auch nachsagt, dass er ungewöhnliche Geschäftskenntnisse besaß und Urkunden eigenhändig entwarf. Aus den Urkunden von 1382 und 1384 geht leider nicht ganz eindeutig hervor, wer der Spitalstifter war. Aufgrund der Bezeugung des Langenzenner Pfarrers Johannes von Seckendorff, genannt Hörauf und diverser Formulierungen der Urkunde von 1382, schließt man auf Johannes von Seckendorff, der auch Domherr zu Bamberg war, als den eigentlichen Stifter.

In der zweiten Urkunde von 1384 tut der Burggraf von Nürnberg „allen, die den Brief sehen oder hören, kund“, dass er zu seinem „Seelen Heil“ und damit die 6 Werke der Barmherzigkeit (nach Math. 25, 31-46: Hungrige speisen, Durstige tränken, Obdachlose beherbergen, Nackte kleiden, Kranke und Gefangene besuchen) „buß- und vollkommentlicher vollbracht und vollendet werden mögen.“

Die Gründung des Spitals folgte dem Modell anderer Städte. Es war somit, wie in anderen Städten auch, eine universale mittelalterliche Sozialeinrichtung, primär Armen- und Krankenhaus, aber auch Gast-, Asyl- und Pilgerstätte. Sicher wurde z. B. auch bestimmten älteren Personen, den so genannten Pfründnern, Unterkunft und Speise gewährt.

Schon aufgrund der Urkunde von 1382 ist es nahe liegend, dass an der Stiftung des Spitals auch die Bürgerschaft Langenzenns erheblich Anteil hatte. Der Burggraf von Nürnberg aber bestätigte nicht nur urkundlich das Spital, sondern befreite es auch von allen Abgaben. Somit konnte sich die Stadt wesentlich leichter auf die Erweiterung von Spitalgütern und Stiftungsvermögen konzentrieren.

Hatte das Spital und Hospital schon von Anfang an durchaus viele Stiftungsgüter, so floss ihm im Laufe der Jahrhunderte noch erheblich an Besitz, Grund und Abgaben zu. In der ältesten Langenzenner Heimatchronik von Stadtpfarrer Joh. Stephan Aufsberg sind einzelne Vermögensbeträge und Grund- und Bodengrößen zeitzugeordnet angegeben. Er erwähnt sogar erhebliche Spitalüberschüsse, die der Armenkasse zum Wohle der vielen Notleidenden zuflossen.
Die Langenzenner Chronik von 1988 von Dr. Michael Kroner widmet sich in fünf langen Seiten detailliert unserem Langenzenner Spital, dessen Stiftungs-, Führungs- und Betriebsmodalitäten, sowie schließlich dessen ganz hervorragenden Einkommensverhältnissen. Im 17. Jahrhundert konnte die Spitalstiftung sogar Kredite geben und nahm dafür durchschnittlich einen Zinssatz von 5 Prozent. Als 1684 unsere Stadtkirche aus freiwilligen Spenden eine neue Orgel anschaffte, spendete unser Spital den ansehnlichen Betrag von 300 Gulden. Damals nahmen Leih- und Zinsgeschäfte eine erhebliche Stelle im Spitalbetrieb ein. So gesehen, kann unsere Spitalstiftung durchaus als die erste „Geldverleihanstalt“ in Langenzenn betrachtet werden.


Der alte Spitalhof von 1985

 

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Wie konnte es im Oktober 2007 nun zur endgültigen Schließung des Langenzenner Krankenhauses kommen?

Dazu und zu den umfangreichen Sanierungs-, Stützungs-, Unterstützungs- und Rettungsmaßnahmen soll, stark zusammengefasst, nachfolgend berichtet werden. In den Untersuchungen zur Altstadtsanierung der Jahre 1978 und 1980 wurde betont, dass es sinnvoll ist, die Nutzung des Spitals als Senioren- und Pflegeheim und als Spital fortzuführen. Diese Strategie führte 1985 dazu, dass sich der Stadtrat zur umfangreichen Sanierung des Spitalkomplexes entschloss und dessen Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm ermöglicht wurde. Möglich wurde die Sanierung des gesamten Gebäudeensembles durch den Neubau eines Feuerwehrhauses und einer BRK-Station an anderer Stelle, da bis 1986 deren Fahrzeuge in den Scheunen des Spitalhofes untergebracht waren.

1992 verfügte das Krankenhaus wieder über 28 Betten und die Patienten wurden von 11 Pflegekräften unter der Leitung von Rita Lederer betreut und umsorgt. Es wurden die neuen Räume an der Sanktustorstraße bezogen und die bis dahin benutzten Räume des Südgebäudes an der Friedrich-Ebert-Straße für ein Altenpflegeheim eingerichtet.

 

Im Rahmen dieser höchst umfangreichen Neu- und Umbaumaßnahmen zwischen 1987 und 1992 wurden in das neue Krankenhaus, in das Seniorenpflegeheim und den zugehörigen Bereichen, bei 2.537 m2 Nutzfläche und 16.000 m3 umbautem Raum, rund 14,5 Millionen DM investiert.

Schon nach einigen Jahren aber musste die Stadt Langenzenn dem neuen Krankenhaus und Pflegeheim erheblich finanziell zusteuern. Im Jahre 2004 lag das Krankenhaus in einem Minus von etwa 300.000 Euro. Die Sorgen des Stadtrates wuchsen. Eine Liste mit über 1900 Unterschriften zum Erhalt des Seniorenheims im Alten Spital wurde von Sigrid Lux, K.-H. Bieder und anderen zusammengetragen und dem Stadtrat vor der Stadtratsitzung am 07.10.05 übergeben.

Am 30.10.2005 wurde in der evang. Stadtkirche ein „Interview-Gottesdienst“ durchgeführt. Gemäß des Jeremia-Zitats „Suchet der Stadt Bestes“, gaben primär zum Thema „Fortbestand des Seniorenheims im Alten Spital“ mehrere Experten, darunter auch 1. Bürgermeister M. Fischer, kurze Stellungnahmen ab. Anschließend fand im großen Saal des Gasthofs „Grauer Wolf“ ein Frühschoppen statt, in dessen Verlauf es zu den Themen Seniorenheim- und Spitalerhalt zu deutlichen und scharfen Diskussionen kam.

Bei der Bürgerversammlung im Dezember 2005 wurde seitens des 1. Bürgermeisters Manfred Fischer ein Gesamt-Fehlbetrag mit rund 600.000 Euro pro Jahr beziffert. Dieser Betrag entfiel etwa hälftig auf Krankenhaus und Pflegeheim. Trotzdem alle Stadtratsfraktionen die prekäre finanzielle Situation übereinstimmend bedauerten, wurde der Haushalt der Hospitalstiftung im April 2006 einstimmig verabschiedet. Die Sorgen um die Zukunft des Langenzenner Spitals ebbten nicht ab, sondern wurden zum Bürgerthema Nr. 1. Im Langenzenner Mitteilungsblatt vom 16.06.06 erschien ein Diagramm, nach dem die Auslastung unseres Krankenhauses von im Jahr 2000 mit 87 % zum Jahr 2005 mit 44 % abgenommen hatte. Ein Sanierungskonzept für 25.000 Euro wurde Mitte 2006 vom Finanzausschuss des Stadtrats als zu teuer abgelehnt, was die Zahl der Stadtkritiker als Vertreter der Hospitalstiftung deutlich erhöhte. Ferner wurde bekannt, dass die Stadt 2007 das hochdefizitäre Kleinklinikum im Alten Spital schließen wolle.

Nach dieser Schließungsentscheidung kam es in der Bürgerschaft, mit dem Freundeskreis „Förderverein Krankenhaus“ und dem letzten Belegarzt Dr. K.-P. Kammerer zu scharfen Protestmaßnahmen gegen die Krankenhausschließung.


Luftbild von 1995: Saniertes Spital-Ensemble

 

Stadtrats-Planungen zur drastischen Kostenreduzierung über die Neuerrichtung eines fremdfinanzierten Seniorenheims bzw. Gesundheitszentrums auf dem ehemaligen BayWa-Gelände verliefen im Mai 2006 im Sande. Der Hoffnungsinvestor Arbeiterwohlfahrt Fürth/ Land fand laut seines Kreisvorsitzendem Heinz Dengler „das gesamte Vorhaben zu riskant“.
Mitte 2007 erfolgte ein zunächst sehr hoffnungsvoll scheinendes Angebot durch das Fürther Klinikum Euromed. Dieses Konzept sah vor, Räume im Krankenhaus anzumieten und eine Anlaufstelle für vor- und nachstationäre Behandlungen zu erhalten. Leider verlief auch diese viel versprechende Offerte im Sand.

Am 30. Oktober 2007 wurde nun aus Wirtschaftlichkeitsgründen nach 625 Jahren das beliebte und bewährte Krankenhaus für immer geschlossen. Für viele Langenzenner nach wie vor unfassbar! Das Senioren- und Pflegeheim aber verbleibt bis auf Weiteres im gleichen Gebäudekomplex, vielleicht teilweise auch in den Räumen des ehemaligen Spitals.


Haupttrakt des Spitals aus dem Jahre 1536,
im Vordergrund die Waage zum Wiegen von Fahrzeugen

Kleine Ergänzung:
Über die Gründung des Langenzenner Spitals gibt es eine Sage. Der Heimatverein Langenzenn führte diese Sage erstmalig 2005 in abendlichen Führungen des Nachtwächters mit drei kurzen Theaterstücken, geschrieben von Margit Begiebing, auf. In einem Dialog zwischen drei Langenzennerinnen wird die Sage von der Gründung des Spitals nachgespielt. Demnach verirrten sich einst auf dem Dillenberg drei Jungfrauen. Als sie nach längerem Umherirren aus Langenzenn das Gebetläuten hörten, schlugen sie die Richtung dorthin ein. Aus Dankbarkeit stifteten sie das Langenzenner Spital und vermachten ihm einen Schatz und verschiedenen Grundbesitz. Als ein Mesner einmal das abendliche Gebetläuten aufgeben wollte, erschienen ihm in der Kirche drei schneeweiße Jungfrauen, sodass seitdem das abendliche Gebetläuten immer fortgeführt wurde.

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Wir gedenken unserer Toten

 

 Friedl Berthold

 Willi Humbert

Lina Bischoff 

 Hans Lotter

Helmut Schumann 

 Hedwig Förster

 Luise Gotter

 Brigitte Bergler

 Anna Probst

 Hanna Albrecht

 

 Melchior Schwab

 

 

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AUFLÖSUNG DES HEIMKEHRERVERBANDES VDH LANGENZENN

Von K. Sellner

 

Am 29. September 2007 löste sich im Rahmen einer bewegenden Feier der Heimkehrer-Verband VdH Langenzenn auf. In der mit 65 Personen besuchten Abschiedsfeier war trotz Auflösungstatsache die Stimmung gelöst. Man hatte bewusst die Feier auf die Mittagszeit verlegt, um eine größtmögliche Teilnahme zu erzielen

.

Der 1. Vorsitzende des Langenzenner VdH, Siegfried Kutzer, verdeutlichte in einer würdigen Ansprache nochmals die Gründe der Auflösung. Voran gegangen war bereits die Auflösung des bundes-weiten Dachverbands. Zum 31.12.2007 stünde die VdH-Auflösung in Bayern an. Damit wäre dann der Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermisstenangehörigen auch im Landkreis Fürth Vergangenheit.
2007 zählte der Langenzenner VdH noch 43 Mitglieder, davon acht Männer, die als Soldaten am 2. Weltkrieg teilnahmen. In seiner mitgliederstärksten Zeit, der 1960er Jahre, hatte der VdH knapp 100 Mitglieder. 2007 betrug der Altersschnitt etwa 72 Jahre.
Seitens der Stadt Langenzenn wurde die weitere Pflege des VdH-Gedenksteins in Höhe der Würzburger Straße 4 zugesagt (siehe Bild mit Siegfried Kutzer). Der Heimatverein bekam die VdH-Fahne und hängt diese ehrend im Heimatmuseum Langenzenn auf.

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DER HEIMATVEREIN BERICHTET

Historischer Brauereiadler kehrte zurück


Von Andreas Schmidt

Der historische Adler, der viele Jahrzehnte das Wahrzeichen der Adler-Brauerei Hauck war, kehrte an seinen angestammten Platz am Prinzregentenplatz zurück. Vor etlichen Jahren wurde der Adler wegen zu großer Schäden entfernt und eingelagert. Das genaue Alter des Adlers ist allerdings nicht mehr feststellbar, aber nach alten Aufzeichnungen ist gewiss, dass er weit über 100 Jahre alt ist.
Auf Initiative von Mitgliedern des Heimatvereins wurde beschlossen den Adler zu restaurieren und wieder an seiner alten Stelle anzubringen. Der Besitzer, Herr G.W. Giering, hat den Adler im Rahmen einer Schenkung am 11.4.2006 dem Heimatverein überlassen und der Anbringung an historischer Stelle zugestimmt. Mit viel Zeitaufwand und in mühevoller Handarbeit wurde der Adler von Mitgliedern des Heimatvereins (Klaus Kleinschroth und Heinz Marschall) restauriert.
Für die aufwendigen Reparaturarbeiten stellte der Steinmetzbetrieb Igl seine alte Werkstatt kostenlos zur Verfügung.


An dem Brauereiadler nagte gewaltig der Zahn der Zeit!

Der Adler war in einem bedauernswerten Zustand.
Zunächst wurden alle losen Teile und Lackreste mit Abbeize entfernt, die Hohlräume wurden dann mit Bauschaum ausgefüllt und das überstehende Material neu modelliert. Die noch sichtbaren Metallteile wurden mit einem Spezialrostschutzmittel behandelt. Die abgebrochenen Füße wurden mit Spezialkleber und Metallverbindungen wieder an den Korpus angebracht. Danach wurde der gesamte Adler in mehreren Lagen mit Glasfaservlies und Polyester überzogen.

Die nächsten Arbeitsgänge waren mehrfaches Spachteln und Schleifen der Oberfläche. Danach wurde der Adler mit Bleikugeln, die in den Füssen eingebracht wurden, ausbalanciert. Das Schwert musste vollständig erneuert werden, bei der Krone mussten Metallteile eingesetzt werden.
Nach diesen Arbeitsschritten wurde der Adler komplett mit einem Speziallack überzogen.
Diese gesamten Vorarbeiten erforderten einen Arbeitsaufwand von ca. 130 Stunden. Die nun folgende diffizile Arbeit des Vergoldens dauerte nochmals über 20 Stunden. Hierfür wurde 22-karätiges Blattgold und Goldlack (aus Schwabach) verwendet.
Der Ausleger musste ebenfalls mit einem Zeitaufwand von 15 Stunden repariert werden. Das gesamte Material kostete ca. 700 €.
Am Pfingstmontag, den 28.5.2007, um 11.00 Uhr wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde der Adler wieder an seinem Platz angebracht und wird mit Sicherheit eine Bereicherung des neu gestalteten Marktplatzes darstellen.

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Ihren 70sten Geburtstag feierten 2007

Vereinsmitglied Konrad Weiß (17. Januar)
2. Vorstand Hermann Schuch (1. Februar)
Vereinsmitglied Fritz Stiegler (14. Februar)
Vereinsmitglied Werner Zintl (10. Mai)
Ehrenvorstand Martin Weber (22. September)
Wegewart Gustav Werner (15. November)

 

Ergänzung zum letzten Heimatgruß Nr. 70

Beim Nachruf auf unseren verstorbenen Ehrenvorsitzenden Georg Ulrich wurde bei der Aufzählung der Auszeichnungen das Bundesverdienstkreuz am Bande vergessen. Wir bitten dies zu entschuldigen.

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DER „ALTE MÜHLWEG“ UND DIE „APOLLONIENKAPELLE“

Von Martin Weber

Im Laufe des 20. Jahrhunderts ist unsere Landschaft durch die fortschreitende Industrialisierung, durch die Ausweisung neuer Baugebiete und nicht zuletzt durch den Bau der neuen B8-Südumgehung stark verändert worden. Durch diese Flurneuordnung sind alte Wege und damit auch Flurnamen verschwunden.
Durch eine intensive Orts- und Flurnamen-Forschung ist jedoch Einiges wieder entdeckt worden, was schon längst in Vergessenheit geraten war, so z.B. der „Alte Mühlweg" oder die „Apollonienkapelle" bei Langenzenn.

Zum „Alten Mühlweg“:
Bekannt geworden sind in Langenzenn zwei solche Mühlwege. Man muss sich die Frage stellen, warum solche Wege durch die Flur und nicht durchs Städtchen geführt haben. Die Antwort ist ganz einfach: durchs Städtchen musste man Pflasterzoll bezahlen. Von der Obrigkeit wurde ja angeordnet, zu welcher Mühle ein Bauer sein Getreide fahren und dort mahlen lassen durfte. So führte einer der Mühlwege von Burggrafenhof zur Wasenmühle bei Langenzenn.
Die Bauern von Burggrafenhof, Keidenzell und Dürrnfarnbach (auch eingeteilt zu Wasenmühle) fuhren süd-östlich den Weg durch die Flurnamen „Am Schleifweg", „Am Kühtrieb", über den Keidenzeller Weg am „Holzäcker" vorbei in die Burggrafenhofer Flur dann in die Langenzenner Flur „Am Wasenplätzlein", „Pfaf-fenweiher", „Beim Weißen Stein", über den Klaushofer Weg „Die Melba", „Vor dem Priel", „Beim Taubenbaum" zum „Grasiger Weg", weiter „Am Teichenbach", „Steinleite", „Bei der Kapelle" zum Raindorferweg und von dort zum Wasenmühlweg und dann zur Wasenmühle.

Zur „Apollonienkapelle“:
Westlich der Steinleite („Odelberg") sind nach der Karte der Katasterurvermessung noch alten Flurnamen zu finden, so z. B.: „An der alten Kapelle", „Garten bei der alten Kapelle", „Acker an der alten Kapelle", „Hinter der alten Kapelle Acker" oder „An der alten Kapelle Hopfengarten".
Weiter ist dieser Karte zu entnehmen, dass in östlicher Richtung von Langenzenn zwei Kapellen standen: Eine kleinere Kapelle am Raindorfer Weg, Ecke Nürnberger Straße, und eine viel größere, die Apollonienkapelle, gegenüber dem alten Langenzenner Bahnhof (an der Stelle, an der das Schulzenhäuschen gestanden hat, heute Zufahrt zum Gewerbegebiet Ost 2)


Vermutung: Die Apollonienkapelle und die kleinere Kapelle am Siechwasen auf der Vetterschen Karte von 1710

Man kann vermuten, dass die verfallene Kapelle verkauft wurde, die Grundmauern und die Wände aus Sandstein wieder als Grundstock für den Bau eines neuen Haus verwendet wurden, so wie es auch beim Heimatmuseum war.

Stadtpfarrer Einfalt beschreibt in seiner Chronik von 1910 die Apollonienkapelle: „Am Rossendorfer Weg, in der Gegend der jetzigen Georg Martin Waltherschen Fabrik - der dortige Flurteil heißt jetzt noch "Bei der alten Kapellen" - stand eine der heiligen Apollonia geweihte Kapelle.“
Im Kreisarchiv Nürnberg befindet sich die Abschrift eines wegen dieser Kapelle zwischen der Stadt und dem Kloster geschlossenen Vertrages (1499), dessen Inhalt folgendermaßen lautet: „Die Priester des Klosters haben in dieser die wöchentliche Ewige Messe zu lesen, und am Apollonientag sollen zwei oder mehrere Pfarrherrn aus dem Kloster samt Schulmeister und Schülern ein gesungenes Amt und Messe und Predigt halten. Aus dem, was auf dem Altar geopfert wurde, sollen sie eine ziemliche Ehrung und gutes Essen erhalten, auch sollte Wein, nicht vom geringsten, der in der Stadt geschenkt wurde, ihnen gereicht werden.“ Da in der Kapelle auch viele Altäre anderen Heiligen geweiht waren, sollte an den einzelnen Jahrestagen der betreffenden Heiligen Messen gelesen werden. Von dem Einkommen der Kapelle sollte ein Drittel der Pfarrkirche und dem Kloster zufallen; zwei Drittel sollten bei der Kapelle bleiben und zur Mehrung des „göttlichen Dienstes“ verwendet werden. Die Kelche, Messbücher und Messgewänder sollten im Kloster aufbewahrt und von dort in die Kapelle zu den Gottesdiensten verbracht werden.

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LIEBE LANGENZENNERIN, LIEBER LANGENZENNER, LIEBE LANGENZENNER IN DER FERNE,

der vorliegende Heimatgruß Nr. 71 lässt nur grob erkennen, welche Aktivitäten und Ereignisse 2007 im Heimatverein Langenzenn stattfanden.
Nicht näher erwähnt wurden z.B. die beliebten Wanderungen mit unserem 2. Vorstand Hermann Schuch, oder die vielen Öffnungen unseres Heimatmuseums und der Fronveste während der Aufführungen der Klosterhofspiele. Die Aufsichts-Besetzung hierzu organisiert seit Jahren hervorragend unser 3. Vorstand Gerhard Striegel. Auch auf die zeitaufwendige Sisyphusarbeit der fotografischen Erfassung unserer mindestens 6000 Exponate in unseren beiden Museumsgebäuden wird nicht angesprochen. Ebenso nicht die allgemeinen Arbeiten in den Museen, die monatlichen Reinigungsaktivitäten dort, die vielen Führungen darin und die in unserer Stadtkirche, sowie die vielen Tag- und Abendführungen durch unsere schöne Heimatstadt. Und man könnte hier ganz leicht weiter fortfahren. Allen Aktiven und Freunden sei hier mein besonderer Dank ausgesprochen.

Welche kommenden Planungen gibt es im Heimatverein?
Das kommende Jahr 2008 wird sich u.a. auch auf die Planung des Jubiläums „600-Jahre-Augustiner-Chorherrenstift-Langenzenn“ erstrecken. Wie wir wissen, trägt die Stiftungsurkunde als Datum den 13. Mai 1409. Um dieses Datum werden wir 2009 die Feierlichkeiten mit mehreren Veranstaltungen begehen. Im kommenden Jahr 2008 wird unser Friedhof an der Würzburger Straße 400 Jahre alt. An dieses Ereignis wird aber wohl nur während eines Gottesdienstes erinnert werden. Ein weiteres schönes Ereignis wird sicher auch unsere 3-Tagesfahrt nach Speyer und Worms ab 13. Juni 2008 werden.
So verbleibt mir zum Ende dieses kleinen Grußschreibens mich dankbar der Arbeit vieler fleißiger Hände im Heimatverein zu erinnern. Diesen treuen Freunden im Heimatverein und Ihnen liebe Langenzennerinnen und Langenzenner, hier und in der Ferne, wünsche ich ein möglichst gesundes, friedliches und gesegnetes Jahr 2008.

                      Ihr Kurt Sellner
1. Vorsitzende des Heimatvereins Langenzenn

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VON LANGENZENNER BETRIEBEN

Brand in der ehemaligen Ziegelei „Lotter & Stiegler“
Von Gerhard Striegel

Am Samstagmorgen des 22.09.2007 wurde um 02:09 Uhr über die Leitstelle in Nürnberg Feueralarm ausgelöst. Die Fabrikgebäude der ehemaligen, teilweise bereits über hundert Jahre alten, Ziegelei „Lotter & Stiegler“ standen in Flammen.
Das Obergeschoss des stillgelegten Fabrikgebäudes befand sich zum Zeitpunkt der Alarmierung bereits im Vollbrand. Auf Grund des gewaltigen Ausmaßes des Brandes waren zur Bekämpfung neben der Freiwilligen Feuerwehr Langenzenn noch die Wehren aus Keidenzell-Stinzendorf, Horbach, Kirchfembach, Laubendorf, Burggrafenhof, Cadolzburg und sogar die Berufsfeuerwehr Fürth mit einem Gerätewagen mit Messtechnik beteiligt.


Von dem Fabrikgebäude der ehemaligen Firma Lotter & Stiegler blieben nach dem Brand nur noch die Mauern stehen

Um den hohen Wasserbedarf zu decken, musste Wasser aus der Zenn herangefördert werden. Dazu waren Schlauchleitungen unter den Gleisen der Zenngrundbahn zu verlegen, da die absolute Sperrung der Bahnlinie zu diesem Zeitpunkt noch nicht sichergestellt war.

Um 04:36 Uhr konnte das Feuer als gelöscht gemeldet werden. Auf Grund von akut bestehender Einsturzgefahr wurde das Gebäude verbarrikadiert und das Gelände großzügig abgesperrt.

Als Brandursache konnte durch die Kriminalpolizei eindeutig Brandstiftung festgestellt werden. Zwei Jugendliche wurden zwischenzeitlich als mutmaßliche Täter ermittelt.
Angesichts der gefährlichen Statik des Objektes wurde durch das Landratsamt Fürth der Abriss der betroffenen Fabrikgebäude angeordnet.


Die Trümmer des abgebrochenen Fabrikgebäudes

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Dr. med. Ernst Glenk geht in den wohlverdienten Ruhestand
Von Martin Weber

 


Dr. med Ernst Glenk
 


Ernst Martin Peter Glenk wurde am 25. Juli 1942 als 3. Kind des Arztes Dr. med. Hanns Glenk in dem kleinen Ort Zeven im Kreis Bremervörde geboren. Dort war sein Vater damals Assistenzarzt in dem kleinen Krankenhaus.
Nach dem Kriege 1945 kam Ernst Glenk mit 3 Jahren nach Langenzenn, wo sein Vater mit der Familie im Spital wohnte, seine Praxis einrichtete und im Krankenhaus Langenzenn als Belegarzt und Geburtshelfer tätig wurde.
1953 kaufte Herr Dr. med. Hanns Glenk von Frau Carl das Haus in der Hindenburgstraße Nr.10 und zog dorthin mit Familie und Praxis um.
Von 1948 bis 1953 besuchte der Sohn Ernst Glenk die Volksschule in Langenzenn (die ersten 4 Jahre im Kloster und heutigem Rathaus, das letzte Jahr im damaligen Neubau im Klaushofer Weg, dann das "Neue Gymnasium" in Nürnberg, an dem er 1952 das Abitur ablegte. Es folgte das Medizinstudium an der Universität in Erlangen mit einem Wintersemester in Innsbruck und einem Sommersemester in Kiel, nach dem Physikum das Staatsexamen im Februar 1959 und die Approbation als Arzt nach entsprechender Medizinalassistentenzeit im März 1970; Promotion im Januar 1972, bis 30.06.1975 im Klinikum Fürth. Zwischenzeitlich war er 1/4 Jahr Truppenarzt bei den Heeresfliegern in Kiliansdorf bei Roth; im Mai 1975 bekam er die Anerkennung als Internist und im Oktober 1993 die als Allgemeinarzt.
Seit 1. Juli 1975 hat er die Praxis seines Vaters in Langenzenn weiter geführt und war auch bis 31. März 1986 als Belegarzt im Langenzenner Stadtkrankenhaus tätig. Sein Vater, Dr. med. Hanns , half ihm bis zu seinem Tode am 21. Oktober 1992.
Nach 32 Jahren geht Herr Dr. med. Ernst Glenk in den wohlverdienten Ruhestand. Er war immer ein aufgeschlossener Mensch; durch seine Hilfsbereitschaft und sein freundliches Wesen hat er vielen Menschen einen guten Dienst geleistet.
Die Praxis von Herrn Dr. med. Ernst Glenk hat Herr Dr. med. Ralf Froschauer, auch ein Langenzenner, übernommen.

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125 Jahre Draht Krippner Langenzenn
Von Martin Weber

Das Familienunternehmen "Draht Krippner" Langenzenn feierte im Februar sein 125-jähriges Jubiläum. Im Jahre 1881 gründetet Johann Nikolaus Krippner in Fürth eine Drahtwarenfabrik, 1908 wurde das erste Firmengebäude in Langenzenn errichtet. Mittlerweile leitet Christian Jeltsch in fünfter Generation das Unternehmen mit insgesamt zehn Mitarbeitern.


Ehemaliges Firmengebäude an der Würzburger Straße


Neues Betriebsgelände im Gewerbegebiet V

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EREIGNISSE IM JAHRESRÜCKBLICK 2007
Von Martin Weber

Februar

Am 8. Februar feierte die Firma Draht Krippner ihr 125-jähriges Betriebsjubiläum. Außerdem wurde in diesem Monat der Mühlbach zur Wasenmühle wieder „gefegt“. Nach 1988 und 1995, Jahre in denen nur eine einfache „Zennfege“ notwendig war, war diesmal ein aufwendiger Wasserbau notwendig geworden. Der ganze Mühlbach wurde ausgebaggert, mit Wasserbausteinen befestigt und mit einer festen Lehmunterschicht versehen.


Im Vordergrund: Der ausgebaggerte Mühlbach. Im Hintergrund: Die Wasenmühle

März

Der Wertstoffhof in Langenzenn - Horbach wurde komplett modernisiert. Nach 18 monatiger Umbauzeit präsentiert er sich deutlich komfortabler und übersichtlicher. Der Umbau kostete ca. 800.000 €. Der Wertstoffhof ist Anlaufstelle für ungefähr 40.000 Bürger des nördlichen Landkreises Fürth.
Übergabe eines BRK-Rettungswagens an die Rettungswache in Langenzenn. Pfarrer Wolfram und Pastoralreferent Hafner sprachen die Segensworte.
Am 24. feierte die Singgemeinschaft Fembachtal ihren 50. Geburtstag.

April

28. April, Hans Tauber, Landtagsabgeordneter und Kreisrat, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Er hat viel dazu beigetragen, dass wir das Gymnasium nach Langenzenn bekommen haben.

Mai

Am 1. Mai wurde wieder der Handwerkerbaum mit einer kleinen Ausstellung "Hopfen und Bier" am Schreiberstorberg aufgestellt. Die Hopfenzupfer sangen und spielten dazu.
5. Mai: Die Freiwillige Feuerwehr Burggrafenhof bekommt ein neues TSF-K Fahrzeug übergeben.
Am 11. hatte das Theater-Team der Sport- und Sängerfreunde Laubendorf ihren 10-jährigen Auftritt.
Einen Tag danach wurde der neue Siebener-Weg unter großer Beteiligung der Bevölkerung und der Siebener vom Landkreis und der Stadt Fürth eingeweiht.
Pfarrerin Susanne Gloßner sprach den Segen für den neuen „Besinnungsweg“, der eine Länge von 17 Kilometern hat und aus insgesamt 65 Siebener-Steinen besteht. Näheres über diesen „Besinnungsweg“ kann man aus dem gleichlautenden Prospekt entnehmen, der im Rathaus ausliegt.
24. Mai: Dekan Schuster und Pfarrer Wolfram feierten zusammen 100 Jahre Geburtstag.
Am Pfingstmontag, rechtzeitig zur Langenzenner Kirchweih, ist ein Wahrzeichen der Stadt an seinem angestammten Ort zurückgekehrt. Frisch restauriert glänzt der goldene Adler der einstigen Brauerei Hauck nun wieder über dem Prinzregentenplatz.

Juli
Das barocke Friedhofsportal erstrahlt wieder in neuem Glanze, nachdem es durch den Steinmetzmeister Werner Jgl aus Langenzenn renoviert wurde.


Nach der Renovierung im Jahr 2007


Eine Aufnahme nach einer Renovierung aus längst vergangenen Tagen

Der Direktor des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums Langenzenn, Herr Oberstudiendirektor Joachim Mensdorf, wurde nach 26 Jahren in Langenzenn in den Ruhestand verabschiedet. Er war maßgeblich am Aufbau des Langenzenner Gymnasiums beteiligt und leitete es vom Anfang an bis jetzt.

September

Bei den Klosterhofspielen Langenzenn, einer ehemaligen Abteilung des Heimatvereins, fanden im September Neuwahlen statt: Nach Reiner Ahlers und Jürgen Klostermeyer ist nun Roland Schönfelder der neue Vorsitzende der Klosterhofspiele.
Wer Lust zum Mitspielen hat, soll sich beim 1. Vorsitzenden melden.


 

Oktober

In diesem Monat wurde das Projekt „Wald life“ abgeschlossen. Durchgeführt wurde dies Projekt von der Bayerischen Forstverwaltung mit einer Schülergruppe des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums Langenzenn. Gymnasiasten der 5. bis 7. Klassen erlebten 18 Unterrichtstunden unter Bäumen des Hardwaldes.
Ebenfalls im Oktober wurde die Sanierung des Martin-Luther-Platzes (des „Kärcherhufs“) im Rahmen der Altstadtsanierung abgeschlossen. Der vorher nur beschwerlich zu begehende Platz wurde vorbildlich umgestaltet, so dass er ausgezeichnet das Stadtbild um das Kloster abrundet. Besonders die nächtliche Beleuchtung macht diesen Platz zu etwas Besonderem.

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BILDER VOM NÄCHTLICHEN MARTIN-LUTHER-PLATZ
-VOM „KÄRCHERHUF“-

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MUNDART

Wu issn eignli aan sei Derhamm?
Von Roland Schönfelder

Wensd aan frochst, wu er derhamm ist, sachdädä immer tzäschd sei Address, wu er wohnd hald. Noija, des is ja nu nix verkäds. Obber etz hobbi do nahli ann Schbruch aff ner Hauswend gsehng, der had kassn: „Dies Haus ist mein und doch nicht mein. Dem, der nach mir kommt, wird’s auch nicht sein. Den Dritten trägt man auch hinaus, nun sag mir, wem gehört dies Haus?“

So, un etz?

A Odd is dees Derhamm also ned. Obber wos is nä dann?
Doa gidds dann aani, die messn do in Inderned nochschaua, die guugln dann rum. (Allmächd, wie ergläri na etz denna äldern Leid, wos „guugln“ is? Di mana, iech hob miech verschriem! Dess Besde is, ihr frochd bloas aiä Ängerli, di erklärns eich scho.) Hamms dann guugld, is meisdns su vill Zeid verganga, dassd widder geh mussd.

Andere song, Derhamm is do, wu mer si wohl fild.
Do kummer der Sach scho näher!
Und wemmer dann di Leid weiderfroachd, durch wos no su a Gfil herkummd, dann redns immer wos von Freindschafd und Ge-borgnheid. Do wänds däbei a immer ganz ernsd!
Wenn miech aner frochd, wu dees Derhamm is, dem erzälli a glanna Gschichd, die mer im Frijoar bassierd is. Doa woari nämli beim Friedhuufsbooder es äschdemoal mit meina zwa glanna Buum beim Hoarschneidn. Tzäschd bin iech dro kumma und dann anner vo di Zwaa. Etz huld do affamoal der Booder a Breedla vo der Eggn raus und lechds aff di Lehna vo den Stull und sachd zu mein Glann: „Hobb, grabbl nauf! No hoggsd hächer.“ Etz schau iech mier des Breedla gnauer oh und froch in Booder, wuä des no her had. Doa sachd der mier, des haddä vo seim Vorgänger nu, dem oldn Gehlers-booder.

Etz gähd mier a Lichd auf!

Des is nu des Breedla, aff dem iech a scho kokdd bin, als ich nu su gla woar, wi meine Zwa etz. Fätzg Joar is des Breedla old und etz hoggn mei Kinnä aff demselbm Breedla, wie iech a scho kokdd bin!

Wenn miech also anner frochd, wu dees Derhamm is, dem sochi einfach: Do wu mei Kinnä affn selbn Breedla hoggn wie iech vo fätzg Joar!

Un wennsd mer etz di Gschichd ned glabbsd, dann schausdä einfach des Bildla oh, do is drauf, dees Breedla!




Der Vadder (Roland Schönfelder) mid sein Buum (Jonathan) und dem Breedla
 

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Das Heimatmuseum und die Fronveste sind jeden ersten Sonntag im Monat
von 14 - 16 Uhr geöffnet.

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Herausgeber des Heimatgrußes:
Heimatverein Langenzenn e.V., 90579 Langenzenn,

Redaktion:
 Roland Schönfelder, Fichtenstr. 21, 90579 Langenzenn
e-mail: r.schoenfelder@t-online.de

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